Netzteil für Wetterstation (Sensor)

von Joachim Grill » Dienstag, 22. Dezember 2009



Hallo NG,

falls ich mit meiner Anfrage hier falsch bin, sorry ;-)

Ich möchte den Außensensor einer Wetterstation, der normalerweise
mit 2 x 1,5 Volt AA-Batterien betrieben wird, mit einem Steckernetzteil
betreiben, weil die Batterien im Winter regelmäßig zusammenbrechen
und gute Batterien nicht gerade billig sind. Hatte noch ein altes Netzteil
rumliegen, was eigentlich als Output 3 Volt liefern sollte, doch der erste
Außensensor ist abgeraucht, weil das Dingens als Leerlaufspannung mehr
als 7 Volt brachte. Das nahm mir der Sensor übel...

Kann mir bitte jemand sagen, worauf ich achten muss oder hat jemand
vielleicht sogar eine Quelle für so ein Netzteil?

Danke für eure Hilfe...

Joachim





Re: Netzteil für Wetterstation (Sensor)

von MaWin » Dienstag, 22. Dezember 2009







Ein billiges Steckertrafonetzteil braucht auch im Leerlauf
über 1 Watt und somit ein paar Euro im Jahr Stromkosten.
Es ist also zweifelhaft, ob das jemals billiger als 2 Mignons
für 30ct sein wird, bequemer ist es vermutlich.
Dieses pollin.de 350375 ist von der Leistungsfähigkeit her
gnadenlos übertrieben, von der Leerlaufstromaufnahme unbekannt,
sollte aber wenigstens deinen Sensor nicht zerstören weil
stabilisiert (wenn du es nicht falsch einstellst).

Leider sind Schaltnetzteile wie dieses nicht so überspannungsfest
wie die alten Trafonetzteile, so dass man die geringere Leerlauf-
Stromaufnahme eventuell mit einem Schaden bei indirektem
Blitz oder sonstigen Netzstörungen bezahlt.

Was auch funktionieren solte sind Netzteile für den Nintendo
Gameboy, die haben 3V und nicht so viel Leistung. Vielleicht
liegt ja noch eins im Keller.
--
Manfred Winterhoff





Re: Netzteil für Wetterstation (Sensor)

von R.R.Kopp » Dienstag, 22. Dezember 2009






Na, für das abgerauchte Geld hättest du einige "gute" Batterien
bekommen.
Nimm die billigen Alkali-Mangan-Zellen von Aldi oder Lidl, die haben
in einem Test gerade mal wieder hervorragend abgeschnitten. Die
"guten" Duracell "mit dem Kupferkopf" (7 x so teuer wie die
Aldi-Batterien) landeten bei normalen Anwendungen auf dem letzten
Platz. Duracell erklärt das damit, dass der Test nicht der richtige
für diese hochwertigen Batterien sei.

Du musst auf eine stabilisierte Ausgangsspannung achten. Der Bastler
macht das selbe mit einer Z-Diode, einem Transistor und zwei
Widerständen. Du wirst einen Steckerlader kaufen müssen, der
ausdrücklich eine stabilisierte Spannung von 3 Volt liefert.

Für das Geld, was du für's Abrauchen, für den Kauf eines geeigneten
Steckernetzteils und für die Betriebskosten (Strom kommt aus der
Steckdose!) bezahlst, kannst du locker den (noch zu kaufenden)
Außensensor für die nächsten 10 Jahre mit Strom aus Aldi-Batterien
versorgen.
--
Rolf



Re: Netzteil für Wetterstation (Sensor)

von HaJo Hachtkemper » Dienstag, 22. Dezember 2009






Normal, aber mit Lerneffekt.


Stabilisiertes 3V-Netzteil ist recht selten, aber für den Hausgebrauch:
Irgendwo was irgendwie passendes an Spannung abgreifen, Vorwiderstand
und zwei LED in Reihe, an den LED den Saft für den Sensor abgreifen.

Ciao/HaJo



Re: Netzteil für Wetterstation (Sensor)

von Frank Hucklenbroich » Dienstag, 22. Dezember 2009



Am Tue, 22 Dec 2009 14:28:15 +0100 schrieb Joachim Grill:


Welche Batterien benutzt Du denn? Ich habe auch so einen Sensor draußen, da
sind Duracell-Kupferköpfe drin, die haben vor ein paar Tagen die -12 Grad
problemlos mitgemacht. Und von der Haltbarkeit her kann ich mich auch nicht
beklagen (ich halte das nicht wirklich nach, aber ich schätze daß die fast
ein Jahr halten).


Das müße ja schon ein Netzteil für draußen sein, das Feuchtigkeit, Schnee
und Regen verträgt. Für das Geld dürftest Du viele gute Batterien bekommen
imho.

Grüße,

Frank



Re: Netzteil für Wetterstation (Sensor)

von Stefan Brröring » Dienstag, 22. Dezember 2009



> Stabilisiertes 3V-Netzteil ist recht selten, aber für den Hausgebrauch:

Oder eine LED mit 2-3 normale Dioden in Reihe schalten, um durch die
Kombination auf ca. 3V zu kommen.

Also: Einen 330 Ohm Widerstand an einem Ende mit dem +Pol des Netzteils
verbinden, das andere Ende mit der Anode einer LED, von der Kathode der
LED zur Anode der ersten Diode 1N4001 o.ä. von der Kathode der ersten
Diode zur Anode einer zweiten, die Kathode der 2. Diode entweder auf
eine 3. Diode oder nach Masse bzw. -Pol des Netzteils schalten. Die 3V
greifst du dann zwischen der Anode der LED und dem -Pol des Netzteils ab.


Gruß

Stefan DF9BI



Re: Netzteil für Wetterstation (Sensor)

von Joachim Grill » Dienstag, 22. Dezember 2009








Hallo,

danke bis hierher für eure Antworten!
Ihr habt ja alle recht: die einen mit den Batterien, die anderen mit der
Bastellösung,
aber mit dem Löten hab ich es nicht so... ;-)
Der Sensor sitzt außen am Fenster im 6. Stockwerk, davor dann ein schönes
Fliegengitter. Leider verliert die Station ab und zu den Kontakt zum
Außensensor
(ist eine WD 6000). Jetzt ist es mir einfach zu viel Arbeit, jedes mal, wenn
der Kontakt
abgerissen ist, Fenster auf, Fliegengitter weg, Sensor reinholen Batterien
raus, warten,
Batterien wieder rein usw....
Darum eben die Idee mit dem Steckernetzteil, das natürlich nicht draußen
sitzt,
sondern im Zimmer.
MaWin hatte ja schon ein eventuell geeignetes Teil genannt - danke fafür.

Mal sehen, vielleicht kommen ja noch weitere Vorschläge.

Joachim




Re: Netzteil für Wetterstation (Sensor)

von Stefan Peil » Dienstag, 22. Dezember 2009







Was hältst Du davon, statt ein Steckernetzteil zu nehmen, einfach die
Stromversorgung über Batterien vom Zimmer aus zu machen?

Gruß Stefan



Re: Netzteil für Wetterstation (Sensor)

von Harald Klotz » Mittwoch, 23. Dezember 2009







Achte auf ein stabilisiertes Netzteil.

Harald





Re: Netzteil für Wetterstation (Sensor)

von U.F.H » Mittwoch, 23. Dezember 2009







LOL! Meine diversen Aussensensoren in verschiedenen Haushalten
arbeiten seit Jahren(!) mit ordinären ALDI-Alkalines. Jeden Winter bei
jeder Kälte. Einmal im Jahr vorbeugender Wechsel. Wenn ich dran denke.
Sonst eben bei Zusammenbruch. Sowas passiert so alle 1 bis 1,5 Jahre.


Ist ja auch ziemlich Unsinnig so einen Aufwand zu betreiben!


Netzteile gobt es überall. Notfalls Spannungsreghler dranhängen oder
die Diodenlösungen wie nebenan beschrieben.

Trotzdem würde ich bei normalen Batterien bleiben. 1 x Jahr Wechsel
steht in keinem Verhältnis zum Ruhestromverbrauch so eines Netzteiles
und seiner Auwendigkeit das mit entsprechend plazierter Steckdose zu
betreiben.

AA-Zelen gibt es z.B. auch in Lithiumversion. Kosten etwa doppelt so
viel. Halten dafür 5 bis 10 mal solange!




Re: Netzteil für Wetterstation (Sensor)

von U.F.H » Mittwoch, 23. Dezember 2009






<snip>


kommt vor


Hä? Ich drücke Reset an meiner "Innen"station und dann findet die den
Aussensor wieder. Der sendet i.d.R. ja munter weiter. Es gibt ja keine
Rückmeldungen.


Kauf dir gute Batterien. Und vielleicht mal einen vernünftgen
Aussensenso. (z.B. Oregon Scientific)




Re: Netzteil für Wetterstation (Sensor)

von U.F.H » Mittwoch, 23. Dezember 2009








Gute Idee! Eine 2er Batteribox mit Monozellen bestückt hält Jahre. Und
kostet leer keine 50 Cent. Und die Batteriekosten sind ein Bruchteil
des Stromverbrauches des Netzteiles.






Re: Netzteil für Wetterstation (Sensor)

von HaJo Hachtkemper » Mittwoch, 23. Dezember 2009






Logisch! Auf die einfachsten Dinge muss man kommen.

Ciao/HaJo



Re: Netzteil für Wetterstation (Sensor)

von Stefan Koschke » Mittwoch, 23. Dezember 2009






9V-Blöcke als Lithium kenne ich, die sind in unseren Rauchmeldern.
Hast Du einen Link zu Lithium-AA bzw. AAA?

Ciao
Stefan




Re: Netzteil für Wetterstation (Sensor)

von Joachim Grill » Donnerstag, 24. Dezember 2009









...einen Resetknopf haben aber die WD4000 und WD6000 nicht, leider :-(




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