Eifelrunde

von Steffen Breitbach » Freitag, 16. Juni 2006



Am gestrigen Feiertag war ich seit Langem mal wieder in der Eifel, den
geko gassi führen. Dieser war gar nicht brav, aber das ist ein anderes
Thema.
Die Runde führte über Mayen, Adenau, Effelsberg, Ahrweiler und so
weiter. Fein :-)

Bei dieser Runde stieß ich irgendwann auf eine in der Eifel
endemische, in anderen Formen allerdings auch anderswo vorkommende
Spezies. Es handelt sich hier um den Homo Commuto Carrus Pubertensis
(zu Deutsch: gemeines Eifelhähnchen).
Diese Spezies zeichnet sich dadurch aus, daß sie Fahrzeuge eines
bestimmten Autoherstellers mit Kunststoff-Anbauteilen und
Fahrwerksmodifikationen zur unfahrbarkeit zerbastelt, um anschließend
damit über enge Eifelsträßchen zu hoppeln. Der Fachmann spricht auch
vom Winterfahrwerk (Zähne klappern auch im Sommer). Gerne tritt das
Eifelhähnchen in Gruppen auf, um in Fahrzeugkolonnen durch die Eifel
zu hoppeln. Dabei wird der Höchstabstand von 2 Metern zwischen den
Fahrzeugen quasi nie überschritten.

Nun sind diese bis zur Augenkrebs verursachenden häßlichkeit
entstellten untermotorisierten Klein- und Kleinstwagen natürlich nicht
durch hohe Geschwindigkeit ausgezeichnet, was früher oder später dazu
führt, daß man selbst als untermotorisierter Zweiradtreiber auf eine
solche Kolonne aufläuft.
Dabei habe ich ein merkwürdiges Verhalten beobachten können: In einer
Linkskurve (Bergaufserpentine) wurde die Beifahrertür geöffnet. Mir
war sofort klar: der Beifahrer muß sich übergeben. Ob es allerdings
durch Häßlichkeit des Fahrzeugs ausgelöste Übelkeit handelte, oder
ob einfach der an der letzten Frittenbude eingeflößte Mageninhalt
schaumig geschüttelt wurde, entzieht sich meiner Kenntnis.
In der folgenden Rechtskurve geschah wohl das gleiche, nur diesmal auf
der Seite des Fahrers.

Glücklicherweise machen Eifelhähnchen in Ihren Hoppelkisten Platz,
wenn sich von hinten ein Zweirad nähert. Wer jetzt an Intelligenz
denkt, liegt leider Falsch. Dieses Verhalten ist lediglich eine durch
Interneuronen gesteuerte Reflexhandlung. Dies erklärt auch die
Neigung, nachts das eigene Fahrzeug auf Landstraßen an Randbäumen
aprupt zu verzögern (nämlich dann, wenn dahinter jemand mit einem
kaputten Scheinwerfer fährt).

Im Prinzip nichts neues, lediglich die Türöffnungs-Aktion (zur
mutmaßlichen oralen Entleerung des Mageninhalts) erschien mir
erwähnenswert.

Bis denn...
Steffen
--
Suzuki DR350S (1Mm) KTM LC4 600 '93 "7" (??Mm)
Yamaha FZS600 (13Mm), verkauft Honda CB450N (15Mm), verkauft
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