Günstige (halb-)akustische Gitarre - Tips gesucht

von Gerald Keller » Donnerstag, 8. April 2004



Hallo zusammen!

Vor Jahrhunderten hab' ich mal ganz ordentlich Gitarre gespielt. Nu
habe ich seit einige Zeit mal den Staub von meiner alten Westerngitarre
gekratzt, festgestellt, dass die Fingergelenke etc. noch tun, (bissle
Flugrost halt, mit der Zeit) und langsam wird's wieder was.

Nun habe ich mir aber in den Kopf gesetzt, vielleicht noch eine
E-Gitarre zu kaufen, aus Spaß an der Freud'. Und zwar keine Solid-Body.
Bitte dazu nicht unbedingt eine wilde Diskussion vom Zaun brechen ;-)

Allerdings will ich einerseits kein Vermögen anlegen, aber andererseits
auch keinen Schrott kaufen, der's mir gleich wieder verleidet. Soweit
dazu.

Ich war gestern in zwei Läden. Der eine hat mir vor allem seine
Hausmarke ans Herz gelegt (sorry, Namen vergessen), ich wurde dann aber
gleich wiweder allein gelassen. Auf Frage nach Artcore wiegelte man ab:
Das Zeug sei nicht gut, z. B. seitlich überstehende Bundstäbchen, mies
verarbeitet, habe man auch nicht da, also besser Hausmarke oder
vielleicht eine Epi. Testen konnte ich gestern nicht - es gab vielleicht
zu viele interessantere Kunden (großer Laden, Raum Stuttgart).

Beim zweiten: Ziemlich unaufgeräumter Laden, aber recht große Auswahl.
Immerhin wurde ich beachtet. Man hörte sich kurz mein Begehr an und ich
griff mir mal einfach 2-3 Gitarren, blieb dann ganz eindeutig bei einer
AG (oder war's eine AF?) 75 Artcore hängen. Vielleicht weil die
Unmstellung zwischen Akustischer Gitarre und dem 70mm-Korpus nicht so
groß ist. Auf jeden Fall machte das Teil einen sauber verarbeiteten
Eindruck, ließ sich wunderbar spielen (dort konnte ich auch testen) und
ich habe mich sofort damit wohl gefühlt (hoffe, der Gitarre ging es
genauso...).

Nun würde ich in der Richtung nochmal ein paar Teile anscheuen wollen.
Dazu wäre mir Eure Meinung/Erfahrung etc. hilfreich. Worauf ganz
speziell achten? Gibt es in der Preislage noch vergleichbares? Oder bei
relativ geringer Mehrausgabe einen Qualitätssprung, der sich lohnen
würde? Wohin gehen (irgendjemand hatte doch neulich auch einen Laden in
Reutlingen empfohlen)?

Und jetzt kommt die Frag, an der sich sicher wieder die Geister scheiden
werden: Was für eine Einsteiger-/Übungs Gitarren-Combo empfehli Ihr? Die
Diskussion um die Mini-Combos neulich half mir nich nicht wirklich
weiter....


Vielen Dank für Eure Feedbacks.
gerald







Re: Günstige (halb-)akustische Gitarre - Tips gesucht

von Gerald Keller » Donnerstag, 8. April 2004







Die

Hi!

Ja, Artcore ist die preiswert-Reihe von Ibanez.
Aber was mich eben gewundert hatte, war einerseits die Warnung: Mies
verarbeitet etc. und andererseits die Gitarre, die ich im anderen Laden
in der Hand hatte, die eben einen unerwartet sauber verarbeiteten
Eindruck machte.

Was den Verstärker angeht: Eher cleanere, 'typische' Sounds, eher
weniger Spielereien für den Anfang, denke ich.
Nötigenfalls kann man ja dann immer noch Effekte einschleifen.


Thanx
gerald





Re: Günstige (halb-)akustische Gitarre - Tips gesucht

von Andreas Scholz » Donnerstag, 8. April 2004



Moin Gerald,



Den Laden würde ich nicht wieder betreten, die wollen offensichtlich nur
verkaufen, was sie auch auf Lager haben.
Im übrigen haben die Instrumente der Artcore-Serie IMHO ein recht gutes
Preis- Leistungsverhältnis und überstehende Bundstäbchen bei einer Ibanez
habe ich noch nicht gesehen.
Die Halbakustiks von Epiphone sind da doch deutlich teurer, klanglich IMHO
aber in der gleichen Liga, beide aber eher mit nicht sooo tollen PickUps
bestückt.


Das man sich damit wohlfühlt ist doch eigentlich das entscheidende
Kriterium. Wenns dann auch noch klingt ...

Vielleicht solltest Du mal versuchen, gebraucht eine Ibanez aus der
Artstar-Serie zu ergattern. Die Modelle AS80, AS120 und AS200 (die letzte
ist sehr teuer) haben die Super58-Humbucker von Ibanez eingebaut, die
wirklich fantastisch klingen und sind auch sehr wertig verarbeitet. Habe
selber vor 3 Monaten eine wirklich nagelneue AS 120 mit Case für 580 Teuro
bei Ebay ersteigert (NP knapp unter 1000). Genial das Teil ...

Hm, das kommt wohl auch auf den Musikstil und die persönlichen Vorlieben an.
Habe selber einen Fender Blues jr. für die kleine Mucke zu Hause und
kleinere Gigs. Klingt super mit der AS 120. Ist ein 15 Watt Class
A-Vollröhrenverstärker mit Mastervolumen, mit dem man auch zu Hause bei
gemässigter Lautstärke einen sehr guten vielseitigen Röhrensound hinbekommt
(von clean bis crunch), andererseits reicht das Teil auch vollkommen, um
sich gegen einem "normal" spielenden Schlagwerker durchzusetzen. Man sollte
15 Röhrenwatt nicht belächeln, ich krieg bei halbaufgerissenem Amp schon
immer böse Blicke von den Mitmuckern zugeworfen ;-).

Ausserdem ist das Teil schön klein und leicht, klingt aber sehr satt durch
einen 12er-Speaker und reagiert sehr gut auf vorgeschaltete Trampelkisten.
IMHO ideal für Blues, Jazz usw. Ist allerdings nichts für die
Heavy-Fraktion, das willst Du aber wahrscheinlich mit einer Halbakustik
sowieso nicht wirklich spielen, oder?

Ansonsten musst Du mal Amps antesten, so Dir das in einem Musikgeschäft
ungewöhnlicherweise erlaubt werden sollte. Gerade bei Miniamps sehe ich das
Problem, dass nur die wenigsten in der Lage sein werden, die
Soundcharakteristik einer Halbakustik auch rüberzubringen. Einen guten
12er-Speaker sollten die Teile auf jeden Fall schon haben.
So, das waren meine bescheidenen Anregungen.
Stay tune
Andreas





Re: Günstige (halb-)akustische Gitarre - Tips gesucht

von Helmut Rosenhammer » Freitag, 9. April 2004






der
wertig

Ich habe hier eine AS180 (optisch abgespeckte AS200) und das Ding hält
jedem Vergleich mit einer hoffnungslos und endgültig überteuerten 335
stand. Da kommst du natürlich in eine andere Preisregion als die
Billig-Artcores aber gebraucht gibt's die alten Artstars öfters ganz
günstig (Ebay).
"The Dot" von Epihone ist IMHO nicht so besonders.
Die "Source" und "Yorktown" (ohne Sustainblock) von Cort fallen auch
noch in die günstigere Semi-Akustik-Kategorie. Beide kenne ich
allerdings nicht, würden mich aber interessieren.
Alles in Allem ist das natürlich eine Frage des Geschmacks und der
Höhe des Betrages, den man investieren will bzw kann.

Dass man bei einem Musikhändler einfach so stehen gelassen wird ist
natürlich die Krönung - und dann werben die mit der "Beratung" die man
bei ihnen im Gegensatz zur Internetbestellung hat - LOL

Gruss
Helmut





Re: Günstige (halb-)akustische Gitarre - Tips gesucht

von Gerald Keller » Sonntag, 11. April 2004








Hatten 'grad keine da'. Im Online-Katalog sind sie aber alle drin (Name
des Ladens auf Anfrage per mail, möchte ja keine Rufschädigung begehen,
die vielleicht unberechtigt ist).
Der

So. Ich hab' schon zugeschlagen. Ibanez AG 75, Vorführmodell mit voller
Neugarantie, ca. 97 Euronen unter Listenpreis.
Nun werde ich mich 'stumm' ein paar Tage dran gewöhnen und die Gitarre
dann in den einen oder andern Laden mitschleppen,
um einen passenden Verstärker zu finden. Dürfte die beste Lösung sein.


Danke für Eure Tips.
gerald






Bei den sogenannten





Re: Günstige (halb-)akustische Gitarre - Tips gesucht

von Martin Froschauer » Sonntag, 11. April 2004







herzlichen Gluehstrumpf


das denke ich auch, zumal es die Kombination von Gitarre und
Verstaerker macht.

bye Maddin
(Ibanez GB Besitzer *g*)





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