Re: Crossing Over bei X- und Y-Chromosomen

von Benedikt Matt » Dienstag, 15. November 2005



Hallo...
Meines Wissens findet bei der Meiose zwischen X- und Y-Chromosom kein
Crossing Over statt.

Ergäbe insofern auch keinen Sinn, als dass bei einem solchen Austausch
ein Chromosom entstünde, das sowohl männliche als auch weibliche
Merkmale enthält (man könnte das Ausbleiben des Crossing Overs also
als unverzichtbar für den Erhalt der Geschlechtertrennung sehen).
Wobei ich mir nicht sicher bin, ob das Y-Chromosom wirklich Träger
männlicher Merkmale ist, oder ob wir nur dadurch männlich sind, dass
an unserem Y-Chromosom (grob gesagt) gewisse weibliche Merkmale fehlen
(in diesem Fall wäre meine Theorie hinfällig) - klingt zwar eher
unwahrscheinlich (auch nicht besonders schmeichelhaft für die
Männerwelt, der Mann wäre eine Art reduzierte Frau), aber ich darf es
nicht ausschließen, bin kein Spezialist.

Außerdem hab ich gelesen, dass sich durch das Ausbleiben des
Genmaterial-Austauschs über mehrere Jahrtausende hinweg die scheinbare
Degeneration des Y-Chromosoms erklären lässt, das Crossing Over soll
ja auch zur Regeneration des Genmaterials wichtig sein. Es ist aber
ewig her, dass ich das gelesen habe, kann also sein, dass ich was
vewechsle.

Wäre angenehm, wenn sich jemand der Ahnung hat, des Themas nochmal
annehmen könnte.

Benedikt




Re: Crossing Over bei X- und Y-Chromosomen

von Joachim Pimiskern » Dienstag, 15. November 2005






Hier steht was drüber:
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/15/15027/1.html

Grüße,
Joachim




Re: Crossing Over bei X- und Y-Chromosomen

von Martin Stahl » Mittwoch, 16. November 2005







Es enthält wenige Gene, die für die Ausbildung männlicher Merkmale
wichtig sind, z.B. für die Spermiogenese; vor allem enthält es aber ein
Gen, SRY, das den Organismus auf "männlich" schaltet durch die Produktion
eines entsprechenden Porteins in der Embroynalentwicklung, das im
ersten Schritt dazu führt, dass die Gonaden männlich werden.

Mehr dazu auf
http://www.univie.ac.at/a202/sg/block15/block15-3-2_kurzbeschreibung.html
Dort habe ich auch folgenden Absatz zum Thema Crossing Over gefunden:

Eine Störung während der Geschlechtsdeterminierung stellt die Translokation der
SRY-Region, z. B. auf den kurzen Arm des X-Chromosoms, während der männlichen
Meiose dar. Sie ereignet sich im Rahmen eines 'schiefen Crossing overs' der
pseudoautosomalen Regionen von X- und Y-Chromosomen und führt zu einem
Verlust der SRY-Region auf dem Y-Chromosom und einem Zugewinn einer
SRY-Region auf dem X-Chromosom. Gelangen diese Chromosomen in
Keimzellen, die befruchtet werden, so kann die Keimzelle, die das 'Y-Chromosom
ohne SRY-Region' erhält, zu einem weiblichen Individuum mit XY-Gonaden-
dysgenesie führen und die Keimzelle, die das 'Translokations-X-Chromosom mit der
SRY-Region' trägt, zu einem so genannten XX-Mann. Es kommt also bzgl. der
gonosomalen Konstellation zur Geschlechtsumkehr. In Anwesenheit nur eines X-
Chromosoms bildet sich - wie beim TURNER-Syndrom - auch bei der XY-
Gonadendysgenesie die Gonade zurück. Der XX-Mann entspricht im Phänotyp
dem XXY-Klinefelter-Syndrom, da er über die SRY-Region und zwei X-
Chromosomen verfügt, ist aber nicht großwüchsig.

Martin





Re: Crossing Over bei X- und Y-Chromosomen

von Urs Schlosser » Mittwoch, 16. November 2005





CO zwischen X und Y kann vorkommen.. es kann dann sein, dass der "sex
determin faktor" vom Y auf das X springt.
es kann denn sein, dass es ein normaler XX-Mann gibt oder ein
XX-Hermaphroditen-Weibchen
auf grund der genetik ist die möglich, ob es beim menschen auch
vorkommt, weiss ich nicht, jedoch beim hund gibt es dies.

gruss




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