Offener Brief an Oskar Lafontaine und Gregor Gysi

von Geist der Wahrheit » Freitag, 18. September 2009



Offener Brief an Oskar Lafontaine und Gregor Gysi

Ich habe Ihr Flugblatt in meinem Briefkasten entdeckt und aufmerksam
gelesen. Sie haben mich enttaeuscht. Mit diesem Flugblatt haben Sie
gezeigt, dass Sie nicht besser als die andere sind. Das Blatt beinhaltet
primitive Kritik der anderen Parteien. Ich frage euch, meine hoch
geehrte Redner und Rhetoriker, welcher Kritiker hat in der Geschichte der
Menschheit etwas Nuetzliches gemacht? Kritiker waren immer Clowns, sind
so und werden immer Clowns bleiben. Einziger Argument, welchen sie immer
moussieren, ist, anderen Parteien das Leben schwerer zu machen. Fuer was
halten Sie uns? Koennen Sie logisch denken? Aus der Annahme, dass
regierende Parteien arbeitsunfaehig werden, folgt nicht, dass es uns
besser gehen wird. Wohin wollen Sie uns fuehren? Ich bin mir sicher, dass
Sie es nicht wissen. Wozu dann den ganzen Krach? Ich mag andere Parteien
nicht. Aber im professionellen Vergleich sehen Sie wie unerzogene
Lehrlinge aus. Ihre Partei beinhaltet kein intellektuelles Zentrum und
keine Visionaere, und Sie entwickeln keine Konzepte des
gesellschaftlichen Aufbaus. Sie selbst wollen nur an Geld und Macht
kommen. Das ist alles von „Die Linke“. Ihre Fixidee der Geldverteilung
ist nicht anderes als Bolschewismus in Theorie und Praktik. Bolschewiken
haben auch Besitz enteignet und dann verteilt. Wann werden Sie endlich
begreifen, dass wir keine Verteilung der Geschenke brauchen, sondern
gerechte Moeglichkeit das Lebensunterhalt zu verdienen. Ja, Sie wachsen
in Masse, aber nicht in Klasse. ueberlaeufer und Versager der anderen
Parteien schließen Ihre Partei an. Andere Parteien versinken, also,
Ballast ueber Bord. Diejenigen, welche bei der Abwaertsentwicklung der
anderen Parteien mitgewirkt haben (Ballast), haben sich jetzt auf Ihre
Seite geschlagen, um genau dasselbe zu tun. Odioese Gestalten und graue
Persoenlichkeiten geben Interview auf dem Hintergrund „Die Linke“. Oskar
und Gregor, ich empfinde zu Ihnen tiefste Sympathie, weshalb ich Sie
kritisiere. Wissen Sie, wie viel Scheiße reicht es, um riesigen Fass mit
Honig unrauchbar zu machen? Ein Teeloeffel voll! Sie vernichten Ihre
Partei eigenhaendig, in dem Sie alle ueberlaeufer aufnehmen.

Ich kretisiere Sie nur deshalb, weil ich einige Erwartungen von Ihnen
noch habe. Aus diesem Grund kretisiere ich andere Parteien nicht. Meine
Kritik muessen Sie fuer einen Lob halten. Sie aber enttaeuschen mich. Ich
habe Geduld und erklaere es Ihnen noch mal. So sieht Ihre Hausaufgabe
aus.
1. Ein Konzept einer menschengerechten Gesellschaft zu entwickeln. Was
wollen Sie aufbauen? Was muss im Grunde der neuen Gesellschaft liegen?
Nicht Geld und Macht! Vielleicht Vernunft, Entwicklung und Talent
(Faehigkeit zum Wohl der Gesellschaft beizutragen), menschliche Werte,
Anstaendigkeit und Moralitaet. In einer neuen Verfassung muss stehen:
menschliche Wuerde ist unantastbar!
2. Ein Konzept eines menschenwuerdigen Staates. Staat dient den
Buergern. Also, Buerger sind die Herren ueber dem Staat. Ein Diener (bzw.
der Staat) darf nicht ueber den eigenen Herren (den Buerger) stehen. Ein
Staat darf nicht mehr Macht haben als der kleinste Buerger. Ihre
Hausaufgabe besteht darin, den Konzept des Staates, wie es im Werk von
Friedrich Engels „Herkunft der Familie, des Privateigentums und des
Staates“ dargestellt ist, weiter zu entwickeln, in dem sie ein Konzept
eines auf den Beinen stehenden Staates entwickeln.
3. Ein Konzept einer vernuenftigen Wirtschaft zu entwickeln. Nichts
darf absolut frei sein, besonders nicht die Wirtschaft. Hegel schrieb
einmal: Freiheit ist bewusste Notwendigkeit! Wem Notwendigkeit nicht
bewusst ist, darf auch relative Freiheit nicht haben. Also, was wollen
Sie aufbauen? Kapitalismus, Sozialismus oder Kommunismus? Es ist
erstaunlich, aber kein Modell von drei wurde erfolgreich implementiert.
Es wurde so gedacht: Sozialismus waechst aus Kapitalismus und Kommunismus
aus Sozialismus. Die Versuche, Sozialismus und Kommunismus aufzubauen,
haben fehlgeschlagen, weil es keinen echten Kapitalismus gab. Es gab
keinen Kapitalismus, wie es von Karl Marx in seinem Werk „Kapital“
gedacht wurde. Also, Bolschewiken haetten erst marx’sche Kapitalismus
aufbauen. Ihre Hausaufgabe besteht darin, ein Konzept eines
menschenwuerdigen fortgeschrittenen Kapitalismus zu entwickeln. Es muss
ein Kapitalismus sein, wo das Geld nicht gekauft, verkauft oder Objekt
der Spekulation wird, sonder ein Mittel fuer Umtausch von Waren und
Leistungen bleibt; wo alle Arbeiter eines Betriebes die Besitzer des
ganzen erwirtschaftetes Geldes sind und selbst entscheiden, wie das Geld
weiter benutzen wird. Ganze Wirtschaft verfuegt ueber begrenzte Freiheit
und wird vom Staat, Gesellschaft und Buergern streng kontrolliert. Es
muss statt Gesellschaften mit der begrenzten Haftung nur solche mit
voller Haftung geben, und so weiter.
4. Eine anstaendige Name fuer Ihre Partei einfallen lassen, zum
Beispiel, Partei des echten Kapitalismus (PEK), oder Partei der
menschenwuerdigen Gesellschaft (PMG), oder Partei des sinnvollen Daseins
(PSD), usw.

Kritisieren kann jeder. Kritik macht einen Menschen nicht besser, als
das, was er kritisiert. Geben Sie Menschen das, was sie brauchen, und
zwar zinnvolles Leben und alle Entwicklungsmoeglichkeiten. Nur so koennen
Sie die Stimmen der Waehler „kaufen“.

Unparteiisch in aller Ewigkeit
Geist der Wahrheit



Re: Offener Brief an Oskar Lafontaine und Gregor Gysi

von Karl Boder » Freitag, 18. September 2009



Wer "Die Linke" wählt ist entweder Hauptschulabbrecher oder
Minderintelligent.
Meist trifft ja beides zu wie diese newsgroup hier schön beweist.









Re: Offener Brief an Oskar Lafontaine und Gregor Gysi

von Bubi Meier » Samstag, 19. September 2009






Wie würdest Du denn deine orthographische Kunst beschreiben? Welcher
Kategorie gehört die Interpunktion an?

Oder willst du implizit sagen, dass du links wählst?

-bm



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