Die bunte Vielfalt der Neuen Nazis

von Grgo » Sonntag, 7. November 2004



Ist doch wirklich auffällig, wie man sich in den diversen Foren und News
groups derart echauffiert, wenn es um die Themen
Weltkrieg, Zionisten resp Judenstaat, sowie Orient dreht.

Immer wieder im Brennpunkt: die "Angst vor Relativierung" der Taten
in der Zeit des Dritten Reiches. So muß es uns auch keineswegs
überraschen, das dieselben "Experten" gegenüber aktuellen Verbrechen
vergleichsweise gelassen reagieren, ja sie teilweise gar noch
bejubeln und es gerne sehen würden, wenn denn noch etwas härter
zugeschlagen würde. So wurde etwa der "Idealfall" für den Judenstaat
nach der Ermordung von Shekh Jassin und Rantisi sehr eindrucksvoll
dargestellt, der in einer Vernichtung der Araber bestehen müßte.

Für diese "Ideen" müssen auch kleinere Untaten des Dritten Reiches
gelegentlich ins Blickfeld gerückt werden, doch dürfen diese
natürlich niemals an die "Judenfrage" heranreichen. Diese zu toppen
ist strikt untersagt. Da ist sich die entsprechende oben genannte
menschenfeindliche Klientel durchaus einig. Ich höre da schon wieder
die Brut aufheulen, ob denn die Juden keine Menschen wären! Das muß
man denn auch tatsächlich bejahen. Obwohl, und hier müssen
mir sicher etliche Juden hier beipflichten, zeichnen die Zionisten und deren
Anbeter ein ganz anderes Bild. So DARF man die Juden gar nicht mit
dem gewöhnlichen Menschen auf eine Ebene stellen, denn sie sind viel
mehr als nur ein
Mensch. Sie sind die Auserwählten! Sie sind Gottes Armee auf Erden! Sie
sind die ultimativ Guten! Verständlich das sich eine entsprechende
Klientel um sie schart um etwas von dieser Göttlichkeit teilhaftig zu
werden.

Und selbstverständlich werden auch die regierungstreuen Amerikaner
als die Guten gesehen, was uns auch nicht verwundern muß. Schließlich
beträgt der jüdische Bevölkerungsanteil der USA zwar nur 2,5%, doch
stellen sie immerhin rund 50% der us-amerikanischen Regierung, was ein
bezeichnendes Bild wirft auf diesen Staat
wirft. Auch hier kann man gewisse Parallelen in
Sachen Völker und Gerechtigkeit ziehen. Während man die Schenkung
eines Judenstaates als eine Art Gerechtigkeitsausgleich gegenüber den
Juden darstellt, ist die Urbevölkerung Amerikas derzeit wohl weiter
denn je von einer solchen Gerechtigkeit entfernt. Bis in die 70er Jahre
des 20. Jh. wurden gar noch ebensolche Maßnahmen vorgenommen, wie man
sie zeitgleich der Apartheidpolitik Südafrikas ebenfalls zum Vorwurf
machte: Die Sterilisation der Eingeborenen. Auch hier gilt, wie
man diversen Diskussionsbeiträgen entnehmen kann, das selbst das
Indianermorden nicht mit den Morden an den Juden vergleichbar sein
darf. Tatsächlich aber dürfte die Urbevölkerung Amerikas weit mehr Federn gelassen haben, als die Religionsgruppe der Juden.

Wann immer ein anderes Land einen Völkermord praktizieren möchte,
kann es durchaus mit einer Absolution rechnen. So
interessiert sich kaum ein Mensch heute für den Völkermord der Türken
an den Armeniern. Selbst die Anzahl der Ermordeten ist nur vage
angegeben und man geht heute wohl von einem Minimum von 1,5 Millionen
aus, andere sprechen von 3 Millionen, während die Türken wohl von
"wenigen Tausend" sprechen. Allerdings kommt hier niemand
auf die Idee einer "Holocaustlüge"! Armenier sind ja auch Christen
und keine Juden. Da es der Türkei anschließend wohl etwas langweilig
wurde, beschäftigte man sich in der Folgezeit mit dem
"Kurdenproblem", wenn auch nicht mehr in so ausgeprägter Form, wie
gegenüber den Armeniern. Man kann aber gewiss eine Ähnlichkeit
zwischen der Ermordung und/oder Vertreibung der Araber in Filistin
erkennen. Das den Kurden nach dem 1. Weltkrieg die Souveränität
versprochen wurde spielt in diesem Zusammenhang überhaupt keine
Rolle. Auch nicht, das die Türkei wie auch Syrien, der Iraq und der
Iran sich über diese Gebiete hermachten und sie ihrem Staat
einverleibten. Viel eher unterstützt man heute den Anspruch dieser
Länder auf die kurdischen Gebiete. Dies allerdings wohl ausschließlich
wegen der türkischen Interessen, denn die anderen Staaten dürften dem
Westen herzlich egal sein, hetzt die USA doch schon einige Jahre gegen
Suria und Iran. Im Iraq allerdings dürfte es kritisch werden. Einerseits
droht die Türkei mit dem krieg gegen die Kurden, wenn diese auf einem
autonomen Kurdistan bestehen, andererseits waren sie immerhin dem
Amerikanern behilflich bei der Besatzung des Iraq. Wie praktisch also,
wenn "Boten" des Judenstaates in den kurdischen Gebieten auftauchen,
ganz sicher jedenfalls nicht um Handelsbeziehungen aufzubauen, sondern
wohl eher um sie - speziell in Suria _ zum weiteren Widerstand gegen die
Regierung zu animieren.

Ethnologie, oftmals von der Multi-Kulti-Klientel
auch als "Rassismus" bezeichnet wird sehr
indifferent und je nach politischen Standpunkt verstanden. Die
seinerzeitigen Darstellung der Juden als Volk im ethnischen Sinne,
entspricht auch die Vorstellung der Zionisten. So ist es durchaus
"natürlich", das die semitischen Juden im Judenstaat nur als Juden
zweiter Klasse gelten. Der Darstellung einer Religionsgruppe als
ethnisches Volk hat auch schon in den Köpfen der entsprechenden
Klientel andere "Erfolge" gezeitigt. So kann
man schon hin und wieder lesen, das von einer "islamischen
Abstammung" gesprochen wird, wenn es um einen Muslim geht. Das die
gleichen Delinquenten recht häufig die ethnischen Definitionen
ablehnen, sie quasi negieren, sei hier nur am Rande
erwähnt. Solange es nicht um die Auserwählten
geht, wird oftmals auch die Zugehörigkeit zu einem Staat ignoriert
oder als Nationalismus beschrieben. Dies gilt erstaunlicherweise ganz
speziell für europäische Staaten, insofern sie nicht dem Kreis der
"Willigen" angehören.

In anderen Staaten Asiens und ganz besonders Afrikas wiederum, werden
ganz bewußt die ethnischen, sprich Stammes-Strukturen, und nur
gelegentlich die Religionsgruppen derart betont, da man hier die
verschiedenen Gruppen im amerikanisch-französischen Wirtschaftskrieg
aufeinander hetzt.
Auf einmal scheinen solche differenzierende Definitionen
wieder eine Rolle zu spielen. Wundern muß man sich darüber hier
allerdings auch nicht, denn es ist durchaus praktikabel für die
"Interessenten" das man sich ein bestimmtes Volk auserwählt, dies
unterstützt und dabei erwartet, das man im Falle eines Sieges dieses
Volkes ein gerüttelt Maß an "Dankbarkeit" erwarten kann. Dankbarkeit
z.B. in Form von sehr großzügig ausgelegten Schürfrechten (besonders
in Afrika) und dem völlig freien Zugang zum inländischen Markt, der
schon manche Wirtschaft eines Landes vernichtet hat. Das
dabei dieser inländische Markt sehr schnell zusammenbricht ist
durchaus erwünscht, garantiert dieser Umstand doch die absolute
Abhängigkeit vom großzügigen Lieferanten. Unterstützt wird diese Art
der "Marktgestaltung" noch durch großzügige Kredite, mit denen aber
allenfalls die Zinsen für die bereits aufgenommenen Kredite gezahlt
werden können. Gelegentlich werde auch neuere Kredite so gestaltet,
das auch weitere Waffenlieferungen ermöglicht werden.

Es mag durchaus überraschen, das die im Titel genannten Delinquenten
so unwahrscheinlich miteinander harmonisieren. Überraschend auch, das
man bei diesen gelegentlich eine "kommunistische Schule" vermuten
könnte. Vermutlich hat ihnen die dem Zusammenbruch des
kommunistischen Systems folgende Orientierungsmöglichkeit eine neue
Richtung gegeben. Der ursprüngliche Erzfeind USA ist zum Neuen Ideal
auserkoren worden und in der Vergötterung des Judenstaates, der in
kommunistischen Zeiten keinen solch herausragenden Status hatte, sie
sich ebenfalls einig.

Das Thema Gerechtigkeit in der Welt wird ad absurdum geführt, denn
Gerechtigkeit ist nur noch das, was dem (westlichen) Fortschritt
nutzt. Hier wird nur insoweit differenziert, das als
Richtlinie dieser Ideologie die amerikanische Politik zu gelten
hat, der sich auch die anderen "westlichen" Staaten zu unterwerfen
haben. Nationalismus" ist wieder "In", insoweit er den von den neuen
Nazis vergebenen Kriterien entspricht.
Durchaus "normal" das Völker
und Länder, die nicht den gewünschten Kriterien entsprechen, sich
diesen gar widersetzen, als minderwertig gelten. Als Schurkenstaaten
schlechthin, die Terroristen unterstützen und grundsätzlich Rassisten
sein müssen. Dabei geht es weniger um ethnische Konflikte im Lande
selbst, sondern ausschließlich um den potenziellen Nachweis, das sie
gegenüber den Juden rassistisch seinen.
Das Rassismus im Judenstaat gegenüber den Arabern zum Normalzustand ist,
wird dabei gar nicht erst thematisiert. Das sie den Juden dann auch in
den anderen arabischen Ländern, wie auch den islamischen insgesamt nicht
freundlich gesinnt sind, wundert wohl nur allein die Juden selbst.

Lediglich in Afrika kommt man gelegentlich ins (ideologische)
Schleudern. Während einerseits die Ermordung oder
Vertreibung der Weißen im "schwarzen" Kontinent noch relativ gelassen
gesehen wird, würde man doch gar zu gerne ein Eingreifen der
Amerikaner dort begrüßen, um die Bevölkerung zu "befreien". Das man
damit die "weiße" Politik gegen die "Schwarzen" positioniert fällt
dabei nicht ins Gewicht. Verständlich, denn oftmals sind es ja "weiße
Entwicklungshelfer" (jedoch nicht die diversen Hilfsorganisationen) die
einer schwarzen Diktatur erst auf die Beine geholfen haben. Wenn es
denn dann einmal zur Explosion kommt, wie seinerzeit in Ruanda, ist
man sich natürlich keiner Schuld bewußt. Im Gegenteil macht ist dann
ausschließlich eine der rivalisierenden Parteien schuldig. Dabei müssen
wir gar nicht so weit gehen, um ein ähnliches Bild zu sehen. Im
ehemaligen Jugoslawien sind heute die Serben stigmatisiert und man
interessiert sich herzlich wenig, was die "albanische Mafia" für
Geschäfte im Sinn hat. Das seinerzeit im Balkankrieg die heute verfehmte
Islamisten auf bosnischer Seite sehr aktiv waren, ist meines Wissens
niemals thematisiert worden. Wäre ja auch zu komisch, wenn man
ausgerechnet die Unterstützer derer angreift, die man als Schützlingen
auserkorenen hat. Alles kein Thema, wenn es heute gegen die sogenannte
"Al Qaida" geht. Witzig nur, das die gleichen Islamisten beispielsweise
in Libia "Albaner" genannt werden.

Wäre obiges schon ein paar Jahre früher geschrieben worden, so wäre ganz
sicher die einhellige Meinung gewesen, man solle gegen solche
faschistischen Praktiken vorgehen. Doch es sind ein paar Jahre vergangen
und die politische Landschaft hat sich drastisch geändert. Was man noch
vor Jahren als faschistisch verdammt hätte, ist heute hoffähig geworden.
Völkermord, Präventivkriege, Gettos, alles wird akzeptiert, wenn es doch
nur für die "Freiheit" ist. Das es weniger um die Freiheit der
verschiedenen Länder geht und deren "Eingeborene" geht, wird nicht gar
so lauthals hinausgeschrien, aber jedoch immer wieder klar ersichtlich.
So hat man auch den Eindruck, das die einstigen Gegner der Nazis heute
selbst Nazis sind. Egal ob sie sich Kommunisten, Antideutsche,
sogenannte Konservative, Zionisten oder einfach Antifanten sind - heute
haben begeistern sie sich alle für die früher geschmähten politischen
Praktiken und sind zu echten Nazis mutiert.



If you have any questions, you can contact us: admin#mofeel.net     Spam Report