Holocaust 3/3: Israel - Zionist. Regime haelt Hilfsgelder fuer Holocaust- Opfer zurueck

von G.Lange » Dienstag, 28. Dezember 2004




*Hilfe an Holocaust-Opfer in Israel vorenthalten*
*Scharfe Kritik an den Behörden*

Jerusalem, 6. Aug. (ap) In Israel hat am Donnerstag ein Skandal um
die Vorenthaltung von Hilfsgeldern für psychisch kranke Überlebende
des Holocaust hohe Wellen geworfen. Nach Darstellung von Hilfsorga-
nisationen für Holocaust-Überlebende geht es um Millionen von Dollar
aus deutschen Reparationszahlungen, die für psychisch kranke Holo-
caust-Opfer bestimmt sind. Die Gelder seien auf Konten der Patienten,
doch die israelischen Behörden weigerten sich, die Mittel für die Er-
leichterung der Lebensbedingungen der in Spitälern untergebrachten
Betagten zur Verfügung zu stellen. Die Affäre wurde publik, als Ärzte
des Abarbanel-Spitals bei Tel Aviv bekanntgaben, die zuständigen
Stellen hätten es abgelehnt, Gelder zur Anschaffung von Fernsehgerä-
ten und Klimaanlagen für die dort untergebrachten Holocaust-Überle-
benden freizugeben.

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Sondersitzung der Knesset gefordert
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Israels oberster Rabbi, Meir Lau, äusserte sich schockiert über die
Enthüllungen. Die moralische Kraft jeder Gesellschaft zeige sich
darin, wie sie mit ihren schwächsten Mitgliedern umgehe, sagte er.
Und dies seien in Israel die physisch und psychisch kranken Holo-
caust-Überlebenden. Avraham Hirschson, der den parlamentarischen
Ausschuss für die Wiedergutmachung an Holocaust-Opfern leitet und
Mitglied der Leitung des Schweizer Holocaust-Fonds ist, sprach von
einer schändlichen Ausbeutung von Mitteln für die Holocaust-Opfer.
Er forderte den Sprecher der Knesset, Dan Tichon, auf, das Parlament
aus der Sommerpause zu einer Dringlichkeitssitzung einzuberufen. Der
Vorsitzende der Yad-Vashem-Gedenkstätte, Avner Shalev, sagte, die
Gefühllosigkeit und Bösartigkeit der zuständigen Beamten sei er-
schreckend. Die Verwaltung der Gelder müsse einer anderen Stelle
übertragen werden.

Laut einem Artikel in der israelischen Tageszeitung "Maariv", die am
Mittwoch über den Skandal berichtete, hatte sich Israel in seinen
Gründerjahren zunächst geweigert, Holocaust-Überlebende aus Deutsch-
land aufzunehmen, die Depressionen und andere psychische Schäden
während ihres Aufenthalts in Konzentrationslagern erlitten hatten.
Erst 1952 sei ein Schiff mit rund 1200 Patienten aus Deutschland in
Israel eingetroffen. Rund 900 von ihnen befänden sich heute noch in
Spitälern. Viele von ihnen seien über achtzig jährig, und auf ihren
Bankkonten lägen gesamthaft mehrere Millionen Dollar, die Deutschland
zur Wiedergutmachung gezahlt habe. Wegen ihrer Krankheit wurden die
Patienten unter Vormundschaft gestellt, und ihr Vermögen wird von ei-
nem gerichtlich ernannten Bedürftigen-Fonds verwaltet. Die Oberauf-
sicht liegt beim Vorsitzenden der israelischen Vormundschaftsbehör-
den, Shmuel Tsur. Tsur und der Direktor des Fonds, Avi Angel, haben
sich inzwischen gegenseitig beschuldigt, für die Versäumnisse verant-
wortlich zu sein.

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Nur die Spitze des Eisbergs?
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Jonathan Lemberger, der Präsident der bekannten Hilfsorganisation
Amcha für Holocaust-Überlebende, sagte, die Situation sei symptoma-
tisch für ein viel grösseres Problem. Der israelische Staat halte
auch weitere Wiedergutmachungszahlungen zurück, darunter Erbschaften
von verstorbenen Holocaust-Überlebenden. Die Konten der psychisch
Kranken seien nur die Spitze des Eisbergs, sagte Lemberger und fügte
hinzu: «Israel beklagt sich über das Geld für Holocaust-Opfer, das in
der Schweiz zurückgehalten wird. Was aber passiert mit dem Geld, das
die israelische Regierung zurückhält?

aus: NZZ, v. 7. Aug. 1998

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